Features im Radio

Features

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Schmerz Wenn der Körper Alarm schlägt Demut Fessel oder Tor zur inneren Freiheit? Das Kalenderblatt 29.6.1956 Marilyn Monroe heiratet Arthur Miller Von Brigitte Kohn . Schmerz - Wenn der Körper Alarm schlägt Autorin: Daniela Remus / Regie: Sabine Kienhöfer Aristoteles verortete das Schmerzempfinden im menschlichen Herzen. Hippokrates dagegen vermutete, dass Schmerzen durch ein Ungleichgewicht in den Körpersäften entstehen. In den letzten 2000 Jahren diskutierten Medizinerinnen und Mediziner die unterschiedlichsten Schmerztheorien. Aber erst seit wenigen Jahren ist die Schmerzmedizin zum Pflichtfach für Studierende der Medizin geworden. Dabei ist Schmerz eine lebenswichtige und zentrale Sinneswahrnehmung, an der nicht nur Nervenzellen beteiligt sind, sondern auch das Gehirn und die Psyche. Schmerz ist deshalb nicht nur ein akutes Symptom, sondern kann auch selbst zur Krankheit werden. Jeder vierte Mensch in Deutschland ist bereits von chronischen Schmerzen beeinträchtigt. Erstsendung 04.11.2021 Demut - Fessel oder Tor zur inneren Freiheit? Autorin: Anja Mösing / Regie: Anja Mösing Demut - was für ein Wort! Und erst Demut als Haltung! Uncooler und unmoderner geht es fast nicht. Geradezu unbehaglich wird es den meisten dabei. Von Religionen weltweit und von jeher eingefordert scheint Demut in der säkularisierten Zeit obsolet. Wer in der westlichen Welt nicht den "aufrechten Gang" pflegt, wer nicht weiß, was ihm zusteht und das auch einzufordern versteht, der hat schlicht selber Schuld. Die Idee "selbstverschuldeter Unmündigkeit" ist seit der Aufklärung schriftlich fixiert. Selbstbestimmtes Leben ist das selbstverständliche Ziel des modernen Menschen. Demut scheint seit dem nicht mehr ins Bild zu passen. Folgerichtig werden auch Liebe, Erfolg, sogar Gesundheit als selbstverschuldet verstanden - kurz alles, wonach heute ein zufriedenes Leben bemessen wird. Bei so einem Übermaß an Lebensaufgaben könnte eine Wiederentdeckung der Demut als Anerkennung der eigenen Begrenztheit fast schon ein Tor zur inneren Freiheit werden. Erstsendung: 16.02.2011 Moderation: Florian Kummert Redaktion: Susanne Poelchau

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Aus dem Flugzeug das Weltall beobachten

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Philosophie der Strafe Vom Sinn und Unsinn des Strafens Vergebung als Chance Ein Prozess der inneren Aussöhnung Das Kalenderblatt 29.6.1956 Marilyn Monroe heiratet Arthur Miller Von Brigitte Kohn . Philosophie der Strafe - vom Sinn und Unsinn des Strafens Autor: Valentin Badura / Regie: Kirsten Böttcher "Strafe muss sein" - Muss sie das? Was genau erhoffen wir uns eigentlich davon, wenn wir jemanden, der Unrecht getan hat, ein Übel zufügen? Vorbei sind die Zeiten grausamster Körperstrafen. Doch Gefängnisse sind heute ein ebenso fester und unhinterfragter Bestandteil unserer Gesellschaft wie Schulen, Krankenhäuser und die Feuerwehr. Doch warum es sinnvoll ist, Menschen nach ihrer Verurteilung wegzusperren, ist keineswegs selbstevident. Als Erfordernis der Gerechtigkeit sieht es etwa Immanuel Kant. Doch gegen die Rechtfertigung der Strafe als Gebot der Moral finden sich schon bei Platon Einwände. Eine Strafe kann Geschehenes nicht ungeschehen machen und könne nur in der Verhinderung zukünftiger Straftaten ihre Rechtfertigung haben. So bestimmt auch das heutige Strafrecht den Zweck der Strafe. Doch Strafen haben aller Empirie nach nicht die abschreckenden oder resozialisierenden Effekte, die wir ihnen intuitiv zuschreiben. Sowohl was die Verhinderung weiterer Verbrechen als auch die Interessen der Verbrechensopfer betrifft, gäbe es effektivere und humanere Formen des Umgangs mit Verbrechen, argumentieren wiederum jene, die heute für eine gänzliche oder weitgehende Abschaffung der Gefängnisse eintreten. Vergebung als Chance - ein Prozess der inneren Aussöhnung Autorin: Elke Worg / Regie: Christiane Klenz Die tiefsten Wunden unseres Lebens sind Beziehungswunden. Wenn diese nicht heilen, dann können verletzte Gefühle und Erinnerungen unser ganzes Leben verdunkeln. Die Verwundungen des Lebens holen uns immer wieder ein. Doch wie können wir das Geschehene bewältigen? Eine Möglichkeit ist der Prozess der inneren Aussöhnung, wie ihn Melanie Wolfers von der Initiative "impulsLeben" praktiziert. Die promovierte Theologin lebt als Salvatorianerin in Wien. Wolfers verbindet psychologische Einsichten mit spirituellen Erfahrungen. Sie ist der Ansicht, dass das landläufig christliche Verständnis von Vergebung zu kurz greift und den Menschen überfordert. Vergebung ist der Weg nach vorn, selbst dort, wo es keine versöhnte Beziehung mehr geben kann. Erstsendung 08.04.2015 Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

Feature

Der ewige Faschist - Eine Spurensuche Von Claas Christophersen und Norbert Zeeb Sprecher*innen: Claas Christophersen, Christian Redl, Wanda Perdelwitz, Steffen Siegmund, Beate Rysopp Technische Realisation: Frank Albiker, Sebastian Ohm Regie: Alexander Schuhmacher Claas Christophersen, 43, entdeckt auf Fotos eine fatale Ähnlichkeit zwischen seinem Großvater KarlHeinz Christophersen und dem HolocaustLeugner und AltNazi Thies Christophersen. Die beiden könnten Brüder sein. Aber schon Claas" Vater bekam immer zu hören, es gebe da zwei "ChristophersenLinien". Mit derjenigen, aus der Thies stammt, hätten "sie" nichts zu tun. Wirklich? Öffentlich bekannt wurde Thies, als er 1972 vor den Toren der "documenta" eine Fuhre Mist ablud. Später prägte er den Begriff der "AuschwitzLüge". Ein selbst ernannter Reichsbürger in der Familie? Was, wenn er doch ein Verwandter ist?

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Stadtluft und Landlust Die Gartenstadtbewegung Von Ralf Bei der Kellen (Wdh. v. 08.04.2020)

Mittwoch 21:00 Uhr Radio Blau

Zonic Radio Show

Die hör-mediale Erweiterung der Kulturerscheinung Zonic. Thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst changierend, gibt es von tieftauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im stetig sich ausbreitenden Zonic-Kosmos hat; und über dessen Rand hinaus! Wort- & Musikauswahl: Alexander Pehlemann

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Nach der Kohle

von Heidi Mühlenberg (Ursendung) Der Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 scheint noch immer beschlossene Sache zu sein. Es ist ein Regierungsschwerpunkt, der Umwelt zuliebe. Der Kohleabbau hat die sächsische Region über einen langen Zeitraum geprägt. Zum Beispiel auch das Leben der Menschen in dem Ort Kahnsdorf. Heidi Mühlenberg kam als Studentin im Sommer 1981 zum ersten Mal nach Kahnsdorf. Mit Schaufeln kratzte sie mit ihren Kommilitonen den Kies aus den Bahnschwellen. Nebenan rückte ein Trupp Strafgefangener die Schienenstücke für den Kohlenbagger weiter. Kahnsdorf klebte wie ein Schwalbennest an der Kante des Tagebaus Witznitz und wartete auf den Tod. Doch dann kam der Herbst 1989 und streikende Kahnsdorfer, die ihren Ort erhalten wollten, blockierten eine wichtige Straße. Über 30 Jahre später sind die Gruben zu einer Seenlandschaft geworden. Die Lagune Kahnsdorf ist eng und teuer bebaut. Die Blauwasser AG hat den See gekauft, vermarktet die Ufer, legt Reitwege an, sanierte das Rittergut. Aus dem "Drecknest" von einst ist, eine Oase geworden. Auf jeden der 400 Einheimischen kommt ein Neuzugezogener. Im Lausitzer Revier dagegen, sieht das anders aus. Städte wie Görlitz, Bautzen, Weißwasser stöhnen unter dem Exodus. Nirgendwo ist die Lage so dramatisch wie in Weißwasser. Hier blieben nur 15.600 von 35.000 Einwohnern. In der Lausitz kulminieren die Probleme des Kohleausstiegs mit Arbeitslosigkeit, der roten Spree und fehlendem Wasser. Hier steht man dem Kohleausstieg skeptisch gegenüber. Und viele Menschen fragen sich, welche sozialen Auswirkunge der Strukturwandel konkret für Sachsen haben wird. Wie sieht es mit den Zukunftschancen für eine junge Generation aus? Und über allen Gedanken hängt wie ein Damokles-Schwert die Frage: Werden die Energie- Ressourcen für unser Land in den nächsten Jahren ausreichen? Die Autorin Heidi Mühlenberg widmet sich vorrangig Umwelt- und Wissenschaftsthemen. In der Feature- Redaktion des MDR entstanden u.a. die Sendungen "Mülleimer Ostsee", "Fracking, der zweifelhafte Weg zum Erdgas", "Desertec- Europas Solarvision" und "Der verstummte Frühling". Produktion: MDR 2022 2022

Mittwoch 22:30 Uhr HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | Neues aus der Sound-Werkstatt vom hr-Jazzensemble Brandneue Studioaufnahmen mit dem hr-Jazzensemble, Teil 2

Dienstag Donnerstag