Webradio und Livestream

Tagestipp

Heute, 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Eine Sendung über ein totgeschwiegenes Kapitel der Wissenschaftsgeschichte, das bis heute Folgen hat. Gestaltung: Julia Amberger Der Nobelpreisträger Robert Koch galt als einer der Pioniere der Infektionsmedizin, seine Leistungen werden bis heute anerkannt - das renommierte deutsche Robert-Koch-Institut, das in Zeiten der Pandemie die gesundheitspolitische Richtung vorgibt, ist nach dem Mediziner und Mikrobiologen benannt. In den europäischen Kolonien in Afrika aber agierte Robert Koch skrupellos. Im Dienst der Kolonialökonomie zwang er zu Beginn des 20. Jahrhunderts kranke Menschen in Konzentrationslager und testete an ihnen mit brutalen Methoden Gegenmittel gegen Tropenkrankheiten aus. Auch andere renommierte Tropenmediziner experimentierten mit Medikamenten herum, bevor sie in Europa auf den Markt kamen. Den Tod von hunderten von Menschen nahmen sie billigend in Kauf. Die Folgen sind bis heute spürbar: Noch immer kursieren Geschichten von medizinischer Ausbeute in Afrika; die Skepsis gegenüber der Covid-Impfung ist in Afrika und auch unter Afroamerikanern besonders groß. Viele sind überzeugt, dass auch heute noch medizinethische Standards in Afrika verletzt werden.

Konzerttipp

Heute, 20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

In Concert

Quasimodo Berlin Aufzeichnung vom 20.04.1983 Gil Scott-Heron und Band Moderation: Matthias Wegner Historisches Konzert des afroamerikanischen Poeten und Sängers.

Hörspieltipp

Heute, 21:00 Uhr Bremen Zwei

Hörspiel: Auschwitz. Stimmen (2. Teil)

Auschwitz, das ist ungekanntes menschliches Leid und ebenso ungekannte menschliche Grausamkeit. Was aber war Auschwitz genau? Was geschah in diesem Lager mit Gleisanschluss, fern im Osten? Niemand kann diese Fragen besser beantworten als diejenigen, die selbst dort waren: Häftlinge, die tagtäglich der Willkür des SS-Wachpersonals ausgeliefert waren.

Featuretipp

Heute, 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Henry Morton Stanley Afrikaforscher, genannt "Knochenbrecher" Heinrich Barth Der vergessene Afrika-Forscher Das Kalenderblatt 25.1.1759 Burns Supper in Schottland Von Justina Schreiber Henry Morton Stanley - Afrikaforscher, genannt "Knochenbrecher" Autorin: Ulrike Beck / Regie: Anja Scheifinger Der britisch-amerikanische Journalist, Schriftsteller und Afrikaforscher Sir Henry Morton Stanley ist bis heute bekannt als der Mann, der Livingstone fand. Und als brutaler Wegbereiter der Kolonialisierung des heutigen Kongo. Dass er mal eine Berühmtheit werden würde, verdankt er seinem Ehrgeiz und seiner Sehnsucht nach Anerkennung. 1841 als John Rowlands in Wales geboren, verbringt er seine Kindheit im Armenhaus. Mit nur 17 Jahren schlägt er sich nach Amerika durch, nennt sich fortan Henry Stanley und beginnt als Journalist zu arbeiten. Nach Berichten über den Amerikanischen Bürgerkrieg folgt 1869 der Job seines Lebens: er soll den schottischen Forscher und Missionar David Livingston suchen, der in Afrika verschollen ist. Nachdem er ihn am 10.November 1871 aufgespürt hat, beginnt Stanleys unfassbare Karriere. 1877 ist er es, der nach einer dreijährigen Expedition die Quelle des Nils entdeckt und damit endgültig von den Mächtigen seiner Zeit hofiert wird. Ab 1878 steht Stanley auf der Gehaltsliste des belgischen Königs Leopold II., um den Kongo als Kolonie in dessen Privatbesitz übergehen zu lassen. Fünf Jahre lang geht Stanley als offizieller Vertreter Leopolds so gnadenlos gegen die Menschen im Land vor, dass sie ihn "Bula Matari" nennen, den Knochenbrecher. Heinrich Barth - der vergessene Afrika-Forscher Autor: Linus Lüring / Regie: Dorit Kreissl Als sich die Karawane um Heinrich Barth im Frühjahr 1850 in Tripolis in Bewegung setzt, kann niemand ahnen, dass hier eine der denkwürdigsten Afrika-Expeditionen beginnt. Das Ziel: die Erkundung der bis dahin in Europa weitgehend unbekannten Sahara. Wie gefährlich das Vorhaben ist, merkt der deutsche Forscher schon nach wenigen Wochen. Er möchte allein das sagenumwobene Idinen-Gebirge erkunden. Bei sengender Hitze verirrt er sich in der vegetationslosen Region. Als ihm die Wasservorräte ausgehen, trinkt er sein eigenes Blut. Kurz vor dem Tod wird Barth von einem Tuareg gerettet. Diese einschneidende Erfahrung ist der Schlüssel für Barths erfolgreiche Expedition. Er setzt seinen Weg nun äußerst umsichtig und mit großem Respekt vor den Einheimischen fort. Barth lernt in den kommenden fünf Jahren viele lokale Sprachen und passt sich der Lebensweise der Menschen an. Auch wenn er trotzdem mehrfach in Gefangenschaft gerät, sammelt er bahnbrechende Erkenntnisse zu Kultur und Geschichte eines Gebiets, das etwa so groß wie Europa ist. Barth ist dabei seiner Zeit voraus. Er spricht sich unter anderem deutlich gegen den beginnenden Kolonialismus aus. Deshalb ist er in Nordafrika hoch angesehen, in Europa dagegen findet seine lebensgefährliche Expedition damals kaum Beachtung und gerät jahrzehntelang in Vergessenheit. Heute gilt Heinrich Barth als einer der bedeutendsten Afrika-Forscher überhaupt. Moderation: Thies Marsen Redaktion: Thomas Morawetz

Podcast

NDR Kultur

Amerikas wilde Zeiten: Franzobel veröffentlicht neuen Roman

"Die Eroberung Amerikas" heißt Franzobels Roman, der am 25. Januar im Zsolnay Verlag erscheint.

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SWR 2

Charles Dickens: Lebensgeschichte und gesammelte Erfahrungen David Copperfields des Jüngeren (5/5)

Im fünften Teil des Lieblingsromans von Charles Dickens verliert David Copperfield seine Freunde und begibt sich auf die Reise.

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